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Nacht 34

Freitag Nacht (gestern, wie ich erfuhr) hat das Lagerfeuer nicht lange gebrannt. Der erste Gesprächspartner spricht nicht viel, er sagte wir sind alle Teil eines Unterhaltungsprogramms für supernatürliche Wesen, deswegen tut er den Tag über nichts um die Wesen zu langweilen um frei zu kommen. Wesentlich bei der Interaktionen mit Schauspielern (er glaubt, ich sei einer) ist es nicht interessiert zu wirken. Er will mich schnellstmöglich los werden, scheint aber ansonsten ein netter Kerl zu sein. Ich fragte ihn nach den Spice Girls. Er behauptete nichts davon zu wissen, schien aber verärgert von der Frage zu sein. Das Lagerfeuer war wirklich sehr interessant. Es schien von beliebiger Struktur zu sein, ganz anders als ich es erwartet hätte. Mal erkannte ich eine Birne, mal einen Affen, doch nicht bloß das war interessant, das Feuer selbst hatte groteske Formen sogar gleichzeitig angenommen, manchmal musste ich den Blick abwenden weil es drohte einzustürzen.

Natürlich schläft er lange, sehr langweilig zu sein ist viel Arbeit.

Ich stehe wie gewohnt um vier auf und wunder mich, warum die Sonne scheint. Die Halle ist aufregend. Vielleicht eine Ruinenstadt, mit Maueransätzen und hier und da mal nem Türloch. Nach über 700 Stunden Tunnel mal was anderes, trotzdem schnell lahm. Ich ging dann zu irgend nem Ende der Halle, weiter als es aussieht, aber wert gelaufen zu werden. Die Halle hat große Lücken in den Wänden, von denen man das Ufer eines Sees erkennen kann, der im Dunklen einer Halle liegt. Weder spannend, noch witzreich oder revolutionär. Der Architekt hat keine Ahnung, wie man Dinge in Szene setzt. Wasser allerdingt lässt mein Herz höher schlagen. Ich beuge mich vor, um mein Spiegelbild zu erkennen, doch es ist zu dunkel, ein schwarzer Schatten sieht mich aus den Tiefen an, plötzlich höre ich ein Geräusch, ein kleines kratzendes Geräusch und das Atmen eines Wesens. Dann plötzlich zuckt es in meinem Kopf. - Monster - Ich erinnere mich an Monster, böse, hässliche Wesen, die einem nur das Blut aussaugen wollen oder Menschengräber sind, die in deinem Brustkorb so lange graben, bis sie keinen Schatz gefunden haben. Ich schaue über mich, sehe Rauch - wahrscheinlich von dem Monster - und höre auf zu atmen.

Scheiße, jetzt bin ich am Arsch, wer weiß was Monster alles ausrichten können, vielleicht erschlägt mich schon der Anblick; ich muss hier weg, wieder ins Lager. Vielleicht kann man ihm mit Feuer beikommen, weg hier, nur langsam. Ganz langsam. Scheiße, hab mich nicht einmal gewaschen. Werd ich das auf später verschieben müssen. Meine Hände sind noch ganz nass, das Trocknende feucht wird auf einmal eisig, was, wenn das Monster der Hüter des Wassers ist, er wird wütend, wenn er das Heiligtum von meinen Händen tropfen hört. Ich lege die Hände an die Brust, hoffe, dass es nicht zu spät ist, jetzt wird auch mein Brustkorb eisig, es bilden sich kleine Eiskristalle, die bis in meine Haut reinragen und verbinden meine Hände mit meinem Wanst, bis ich angekommen bin lasse ich sie dort, leg mich in mein Lager, Herz rast, ich horche.

Immer das Atmen im Kopf, das ich hörte, weiß nicht, ob es in meinem Kopf ist ober direkt hinter mir. 

Es scheint eine Ewigkeit zu dauern, bis der Fremde aufwacht.

Schließlich kommt er und will mir was zeigen.

Hoffentlich ist es ein Ausgang.... nein wahrscheinlich ist es irgend eine große Figur aus seinem eigenen Mist, die er für die Supernatürlichen gebaut hat.

"Was willst du mir zeigen?" 

Er antwortet nicht, zeigt nur mit ner kurzen Geste nach vorne. Am Ende der Halle angekommen erwartet mich ein kleines Boot in Form einer zu 90° aufgeklappten Muschel. Es ist ein Polster auf der Sitzfläche, doch keinerlei Antrieb zu erkennen.

"Hier hast du ein wenig Unterhaltung. Setz dich rein." sagt er und hält das Boot fest, während ich hineinsteige.

"So, wo ist die Unterhaltung?" frage ich, nichts Gutes ahnend.

"Es fängt automatisch an. Viel Vergnügen" er stößt das Boot mit dem Fuß von sich, sehr ruppig die Erschütterung und ich pralle mir fast den Schädel an der Reling. Ich komme mir naiv vor. Dieser Penner, wie kann er es wagen, den einzigen menschlichen Kontakt weit und breit mit offenen Armen wegzuschieben? Hat er denn vielleicht schon den Verstand verloren? Oder er gehört zu dem Spiel, zu dem ich verdammt bin. Vielleicht ist es ein Scherz, vielleicht zum Geburtstag, vielleicht haben alle meine Freunde mir n krassen Trip schenken wollen, doch irgendwann bin ich auf den Kopf gefallen und hab mein Gedächnis verloren. Oder selbst das gehört zu deren Spiel.

Vielleicht ist es aber auch ein spiel von viel höherer Seite, vielleicht..... plötzlich blitzt es und die obere Hälfte der Muschel zeigt ein sich bewegendes Bild.

 

23.2.10 15:44
 


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