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Nacht 34 - 2

Was ich sehe ist fremd, neuartig, aufregend und doch nicht die Art von Unterhaltung, die ich mir erhofft hatte. So eine Art Urlaubsvideo von irgend wem. Aus irgend einem Grund erwarte ich jederzeit, dass etwas schief läuft. Der Gefallen wird mir nicht getan.

Schnell stütze ich mich auf die Reling und rieche am Wasser. Dann probiere ich es und nehme mir eine Handvoll, während ich mich auf die Liegefläche fläze, den Kopf auf das Polster lege und das Wasser in meiner Hand absetze, falls ich es dabei genüsslich schlürfen möchte.

Okay, Unterhaltung an. Der Typ ist, so würde ich sagen, normal groß, normal gebaut, hat einen normalen Haarschnitt und macht zunächst nichts Spannendes. Er ist im Garten und sitzt vor nem Springbrunnen. Kein Ton.

Dann kommt eine Frau, die Kamera geht mit ihr; sie sieht scheiße aus, hat lächerliche Klamotten an und streckt die Zunge beim Reden übertrieben raus. Wer weiß, vielleicht sinds ja Franzosen oder so, Lippen kann ich nicht lesen. So weit ich weiß. naja auf jeden Fall keine französischen Lippen.

Sie geht in die Küche und macht einen Salat. 

Schön anzusehen, wie die Dinge geschnitten werden, hergerichtet, zusammengeschüttet. Ich nehme genüsslich den Schluck aus meiner Hand und säufze übertrieben.  Ihr Gesicht ist nicht im Bild, es wird nur die Zubereitung gezeigt. Moment!

Das muss ein Test sein, scheiße, was hat sie nochmal als erstes getan?

Jawohl, den Käse geschnitten. Gut, gut, dann den Kopfsalat bei, Essig, ein bisschen Wurst

Jetzt muss ich das ganze behalten, bis ich hier weg bin.

Jetzt wieder dieser Typ, will mal sehen wo es hin geht. 

Es geht nur langsam vorrann, doch ich glaube ich kann die Richtung ausmachen. Nichts zu sehen, nach rechts die immer winzigwerdende erleuchtete Stelle, wo ich eingestiegen bin, zu allen anderen Richtungen gar nichts.

Plötzlich springt das Bild um und zwei Männer sind zu sehen. Beide in mittelalterlicher adliger Kleidung. Sie streiten sich, fechten mit dem Degen und zu meiner Überraschung gab es Ton. 

 

"Nimm dies" schrie der eine und stach zu, der rötlichere wich aus, schlug den feindlichen Degen weg, gerade nochmal dem Tod entronnen, beide auf Distanz. den Roten packt die Wut, er schnellt auf den andern zu und macht dem Spuk ein Ende, sieht seine Chance, während den andern ein kurzer Bick nach Rechts abgelenkt hatte, sticht ihm in den Wanzt und lässt den Degen gleich stecken.

Darauf folgt ein endlos langer Monolog über irgend nen Kaiser, in dessen Namen jeder sterben soll, der es wagt das Kaiserreich nicht zu respektieren. Plötzlich fällt der Vorhang.

Oh scheiße - Theater, nichts wie weg hier.

Mein Boot schwimmt in Wasser (hoffe ich) und völlig im Dunkeln. Das Licht der bewegten Bilder stört mich bei meiner Suche nach dem Ende dieser Reise.

Ich halte mir die Hände vor die Augen und öffne sie nach einiger Zeit. - Nichts ausser dem Anfang.

Beschließe mich darauf einzulassen und versuche mich unterhalten zu lassen. Ich nehm noch ne Hand Wasser ins Boot und versuche zu verstehen, was gesagt wird.

                                                                                            

19.4.10 22:33
 


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