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Nacht 51



Plötzlich bin ich in einem Gebäude mit riesigen Appartements, wirklich riesige Räume und sehe den Freund meiner Mutter. Hab das Gefühl ein ganzes Jahrzehnt verpasst zu haben, ihn ewig nicht gesehen zu haben.

Ich sehe einen Kokon aus starrer grobmaschiger Textur, sie ist braun, dicke braune Jutefäden und doch starr.
Durch die feinen Löcher erkenne ich, wer sich darin befindet. Es ist meine Mutter. Weiß gar nicht, seit wann sie die Toten so aufbaren. Ich sehe nicht in ihre Augen, bloß ihre Wangen. Sie wirkt jung.
"Seit wann seid ihr denn nicht mehr zusammen" frage ich ihn teilnahmslos. Kann sein Gesicht nicht erkennen.
Wieso wohnt er in so einer überdimensioniert riesigen Wohnung?
Wenn du nach 10 Jahren aus deinem Leben aufwachst führst du nicht das Leben weiter wie nach 10 Stunden Schlaf, es ist dann nicht mehr da.
Sehe den Kokon, er sieht brüchig, trocken, irgendwie zerbrechlich aus, so wie sie.
Die Gedanken an andere Leute ausser meiner Mutter und ihrem Freund sind nicht greifbar. Sind da überhaupt noch Leute?
Wache auf und meine Mutter ist tot. Phantastisch. In einer sich schnell verändernden Welt hab ich einfach mal 10 Jahre oder länger geschlafen. Fein.
Aufwachen bitte.

20.6.10 19:39
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(4.7.10 14:01)
deine texte erinnern mich an nate57! cool!

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